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Leserannotation Absurder Roman über die Sowjetunion in einem unsichtbaren Krieg.
Rezension Der ukrainische Autor Andrej Kurkow, der vielen Lesern von so sagenhaften Romanen wie "Picknick auf dem Eis" (BP 99/703) oder "Der Milchmann in der Nacht" (BP/mp 10/125) bekannt ist, hat 1993 einen Roman veröffentlicht, an dem er volle vier Jahre schrieb und der nun endlich auch auf Deutsch erhältlich ist. "Die Welt des Herrn Bickford" ist gewohnt skurril und philosophisch und wird von Kurkow in seinem Vorwort als sein wichtigstes und wertvollstes Werk bezeichnet. Es ist das erste von drei Büchern, das der Evolutionsgeschichte der utopischen Mentalität des Sowjetmenschen gewidmet ist. An Kurkows Schreibstil und Gedankensprünge muss man sich auch als geübter Leser zunächst gewöhnen. Ist man aber in die absurde Handlung des Romans eingetaucht, ist jeder Satz ein Fest. Sei es die Hauptfigur, Untermatrose Charitonow, der nach zermürbendem Ausharren auf einem vergessenen Kriegsschiff mit einer endlos langen Zündschnur der Marke Bickford loszieht, um seinen Kollegen zu suchen oder die zwei LKW-Fahrer, die mit einem Toten auf der Ladefläche auf der Suche nach dem "wahren Licht" sind, das die Finsternis durchbricht, oder der Bauernsohn Andrej, der sich einem Kriegsveteranen anschließt - alle Figuren sinnieren auf ihren Wanderungen durch das Land über Russland und seine Menschen. Diese einmalige Reise führt vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Kubakrise 1962. Breit empfohlen, vor allem für literarisch interessierte Leser/innen. (Übers.: Claudia Dathe)

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