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Leserannotation Eine verrückte Überlebensgeschichte spiegelt vier Jahrzehnte angolanischer Wirklichkeit.
Rezension Zunächst scheint ganz Luanda nur feiern zu wollen: Die Revolution in Portugal bedeutet für die Kolonien, darunter Angola, Befreiung und Unabhängigkeit. Doch die ehemaligen Kolonisatoren ergreifen panisch die Flucht, denn das neue politische System wird sie nicht wollen. Ludo, eine schüchterne Portugiesin, die im Haushalt ihrer Schwester und ihres Schwagers wohnt, bleibt alleine zurück, als hätte man sie vergessen. Sie traut sich nicht aus dem Haus und richtet sich im letzten Stock eines feinen Hochhauses in Luanda ein, das im Zuge der Gefechte unter den unterschiedlichsten Akteuren des verheerenden jahrzehntelangen Bürgerkriegs zu einer Behausung von Armen und Flüchtlingen mutieren wird. Von ganz oben, mit Blick auf den wachsenden Moloch Luanda, wird sie von den Umwälzungen nur wenig mitbekommen und dennoch ohne Absicht und durch eine Kette von Zufällen das Leben einiger Menschen beeinflussen. - Das große Verdienst Agualusas liegt darin, mit Empathie für seine Protagonisten und heiterer Leichtigkeit schwere Themen zu behandeln wie Krieg und Gewalt, Korruption und Gier, Angst und Hass. Und immer wieder schimmert das Gute hervor und im Bösesten lauert noch ein Quäntchen Menschlichkeit. Agualusa erfindet Geschichten, um eine Erinnerungskultur zu untermauern. Man empfindet großes Leseglück mit diesem Roman, denn es macht Freude, die Fäden zu verknüpfen und im guten Ende einen Sinn zu erkennen. Wunderbare Übersetzung (von Michael Kegler), versehen mit informativem Glossar. Überall wärmstens zu empfehlen.

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