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Leserannotation Eine Wanderschäferin erzählt von den romantischen und arbeitsreichen Seiten ihres Berufes.
Rezension Der Aufenthalt in der freien Natur und die Arbeit mit Tieren waren die Gründe für Ruth Häckhs Berufswahl. Sie beschreibt die jahreszeitbedingten Wanderwege mit ihren Besonderheiten, wie beispielsweise das Überqueren von Bahngleisen, die Geburt von Lämmern, das Scheren der Schafe, die Zusammenarbeit mit den Hunden und die Gastfreundschaft an den Bauernhöfen auf ihrer Wegstrecke. Die Wanderschäferei wird zunehmend verdrängt durch die Umwandlung von Wiesen in Maisfelder, Obstbaumplantagen, Straßen und Gewerbegebiete. Durch den schrumpfenden Lebensraum und das geringe Einkommen kämpft diese Berufsgruppe um das Überleben. Der Wollpreis ist zu niedrig, um etwas zu verdienen. Einige Wollkämmereien verarbeiten regionale Wolle, um die Wanderschäferei zu unterstützen. Fleischverzehr ist für Ruth Häckh nur verantwortbar, wenn es dem Tier zeitlebens gut ging. Als Vertreterin der deutschen Berufsschäfer arbeitet sie für den Schutz des Weidelandes, für die Erhaltung der Hirtenkultur, für sinnvolle Gesetze und eine praktikable Bürokratie. Die Wanderschäferei ist auch für das Gemeinwohl vorteilhaft. Weidende Schafe bessern die Bodenqualität der Wiesen. Das Fleisch und die Wolle sind von bester Qualität. - Eine eindrucksvolle Bilderserie in der Mitte des Buches unterstreicht die lebendigen Erzählungen von einer körperlich anstrengenden und verantwortungsvollen Arbeit. Allgemein empfehlenswert

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